Hier finden Sie die in der Historie angesiedelten Kriminalgeschichten. Neben den "Saarkrimis" finden Sie hier auch Romane aus der unmittelbaren Nachbarschaft:  Trier/Mosel bzw. Kaiserslautern/Pfalz. bzw Hunsrück/Nahe

 

 

ADOLF BAY:

Adolf Bay wurde 1921 in Völklingen geboren und lebt heute in Überherrn. Er hat zahlreiche Romane, Zeitungsartikel, Hörspiele und Theaterstücke verfasst.
Weitere Informationen zum Autor und eine Textprobe des Romans "Der Kindermord von Walderfingen" finden Sie auf den Seiten der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek.

Seine drei Mittelalter-Romane haben immer Geschehnisse auf oder um Burg Felsberg - der Teufelsburg - zum Hintergrund. Während das erste Buch letztlich ein Ritterroman ist, firmieren die beiden weiteren hier aufgeführten Werke als mittelaterliche Kriminalromane. Die "Teufelsburg" und "Freiwild" waren zunächst als Theaterstücke konzipiert und wurden erst später zu Romanen umgearbeitet. Viele der genannten Persönlichkeiten haben tatsächlich einen historischen Hintergrund, was die Werke für geschichts- und heimatkundliche Leser interessant macht. Auch mancher Plot wie z.B. im "Kindermord von Walderfingen" in dem unter anderem auch der archaische Kybele-Kult mit seinem Blutopfer angesprochen wird, verspricht spannende Unterhaltung. Allerdings ist in den beiden Kriminalromanen die Mischung aus Sex and Crime - für meinen Geschmack - zu sehr auf die erstere Komponente ausgerichtet. Letztlich sollte sich jeder Interessierte jedoch selbst ein Bild hiervon machen.

Merci Alwis ! DIE TEUFELBURG UND ALICE VON FORBACH  
1991, Verlag Raimund Paquet, Überherrn, 142 Seiten, ISBN 3-9802785-0-6
Aus dem Text der Buckrückseite:
"Das tragische Ringen der Alice von Forbach um Heinrich von Felsberg gegen dessen Bruder Arnold von Siersburg sowie gegen ihren Vater, Thierry von Forbach, bilden den Mittelpunkt des Romans, der um 1260 spielt.
Adolf Bay beschreibt die Zeit der unchristlichen Inquisition mit den von der Kirche gutgeheißenen Foltermethoden und Hexenverbrennungen und der daraus resultierenden Weltuntergangsstimmung. Die >>Tatorte<<: Felsberg, Siersburg, Forbach, Kriechingen (heute Falquemont), Saarbrücken, Metz, Jerusalem u.a."
(Zitat)


Der etwas merkwürdige Titelzusatz "Merci Alwis" erklärt sich durch den Dank des Autors an den ehemaligen Felsberger Bürgermeister Alois Hoffmann, der durch Hartnäckigkeit und Tatkraft entscheidend zum Wiederaufbau der Teufelsburg beitrug.

FREIWILD oder DAS TEUFELSKREUZ VON FELSBERG
Mittelalterlicher Kriminalroman
1995, Logos-Verlag, Saarbrücken, 240 Seiten, ISBN 3-928598-05-8
Aus dem Text der Buchrückseite:
"Adolf Bay beschreibt in einer packenden Kriminalgeschichte das Lebensgefühl der einfachen Memschen wie auch des Adels des ausgehenden 13. Jahrhunderts, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen - Machtgier, Intrigen und Mord, Minne, Sex und Leidenschaft und der alltägliche Kampf ums Überleben werden packend geschildert."
">>Loslassen<<, schrie Amanda und trat nach hinten aus. >>Ich schreie. Ich rufe Vinzenz.<< Sie ließ sich nach vorne fallen. Der feiste Mönch fiel auf sie, packte sie am Hals und zischte: >>Nun hab ich dich, du Hexe.<< Amanda bäumte sich auf, machte einen Buckel und warf ihn ab. Blitzschnell drehte sie sich um, wollte aufstehen. Aber erwarf sich auf sie und griff wieder nach ihrem Hals. Instinktiv hob sie ihr rechtes Bein. Ihr Knie traf die richtige Stelle. Er schrie laut auf. Seine Hände lösten sich von ihrem Hals, griffen nach unten, während erjammernd zur Seite rollte. Amanda packte einen dicken Ast, schlug ihm diesen auf den Kopf. >>Dir werde ich es geben, stinkender Pfaffe. Du hinterhältiger Hund<<, fauchte sie.
Bruder Fenegrinus stöhnte kurz auf, sackte in sich zusammen, fiel zur Seite, verdrehte die Augen, streckte sich und rührte sich nicht mehr. Und dann lag er ruhig, die Kutte immer noch hochgeschürzt. Amanda sah Blut aus seiner Kopfwunde rinnen."

DER KINDERMORD VON WALDERFINGEN
1996, Verlag bay-music, Wadgassen, 217 Seiten, ISBN 3-9805269-0-9
Aus dem Text der Buchrückseite:
"Wallerfangen, das 1341 Walderfingen hiess und die alte Burg Felsberg, die damals auf dem Hansenberg stand, sind Mittelpunkt des packenden Kriminalromans, den Adolf Bay veröffentlicht. Aber auch das vielfältige Leben in der mittelalterlichen Handelsmetropole sowie die Aufklärung von sechs Kindermorden und der an einer Nonne im Kloster Hargarten nehmen den Leser gefangen. Historischer Hintergrund ist die Belagerung der Burg Felsberg durch Truppen Erzbischof Balduins von Trier, die durch das Verhalten des Wildgrafen von Dhaun und seine Freunde heraufbeschworen wurde. Die Bedeutung Walderfingens als vorgeschobener Verwaltungsbezirk Deutschlothringens, aber auch die konträre Stellung Herzog Rudolfs von Oberlothringen zu Erzbischof Balduin werden präzise wiedergegeben. Adolf Bay nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um Machtgier, Intrigen, Sex und Leidenschaft geht." (Zitat)

 

ELMAR ENGEL:

WER ZULETZT LACHT...

1996, Lehnert Verlag, Saarbrücken, 170 Seiten, ISBN: 3-926320-53-2

Aus dem Text der Buchrückseite:

" Er war sein leiblicher Grossonkel und wurde wiedergeboren als sein literarisches Kind. Hampitt Holbach, der saarländische Bergmann aus Nunkirchen, die Romanfigur des Autors Elmar Engel, ist ein Wanderer zwischen zwei Welten.

Vor der Jahrhundertwende war er aus der Heimat weggelaufen. Nach dreizehn langen, stürmischen Jahren in der Fremde, in Amerika, in der Wildnis Kanadas und Alaskas, versucht er, der Fremde zu entkommen, wird er wieder in einen sicheren Hafen einlaufen und Anker werfen.

Es ist die Zeit vor dem ersten Weltkrieg. Hampitt kommt in seine Heimat zurück, nach Nunkirchen. Und er trifft sie alle wieder: Wasems Zilli, Roseknopps Heinzje, den August Schneck und den Billen Schorsch, 's Julia, 's Priemchen und 's Siska, de Münster Matz, de Totteltünn und andere. Aber, was hat er vorzuweisen ? Was hat er aus der Fremde mitgebracht ? Nichts als diesen verdammten schweren Koffer.

Mit dem unbekannten Inhalt dieses Koffers hat es was auf sich. Und das ist der Anfang eines saarländischen Heimat-Krimis, der im Hochwald, in Saarlouis, Saarbrücken und anderswo spielt." (Zitat)

Der Roman stellt den Abschluss des Romanzyklus um Hampitt Holbach dar. In der Trilogie Hampitt Holbach´s Odyssee (Hinter den blauen Bergen [erschienen 1992], Canada 1896 [erschienen 1988] und Goldrausch am Yukon 1897/98 [erschienen 1987]) werden die Wanderjahre in Nordamerika ausführlich beschrieben.

HELGA GLAESNER

DIE SAFRANHÄNDLERIN

2001, Wilhelm Heyne Verlag, München, 428 Seiten, ISBN 3-453-13714-0

Erstausgabe 1997 Paul List Verlag, München

Aus dem Text der Buchrückseite:

"Die verwegene Reise einer jungen Gewürzhändlerin - Trier im 14. Jahrhundert: In der aufstrebenden Kaufmannsstadt dominieren Männer Handel und Politik. Frauen haben auf diesen Gebieten nichts zu suchen. Doch die schöne und geschäftstüchtige Marcella Bonifaz weiss, was sie will, und lässt sich von keinem etwas vormachen. Selbst als ihr gewagtes Unternehmen, kostbaren toskanischen Safran nach Trier einzuführen, wegen eines Überfalls zu scheitern droht, gibt sie sich nicht geschlagen und macht sich selbst auf die Suche nach dem Gewürzgold.
Was wissen die Mönche des Klosters Himmerod von dem Überfall, worauf will der junge Tuchhändler Damian hinaus mit seinen bohrenden Fragen über ihre Kindheit ? Und was haben die Anschläge auf den Bischof von Trier mit der Geschichte zu tun ?"(Zitat)

Im Jahr 2004 folgte eine Fortsetzung, die jedoch nicht mehr in Trier spielt, unter dem Titel: SAFRAN FÜR VENEDIG

AXEL HERZOG

LORETTE UND SIMON
Die Abenteuer der Kinder vom Saarbrücker Ordensgut
1998, Lilo Häfner Verlag, Saarbrücken-Dudweiler, 198 Seiten, ISBN 3-928030-90-6,
mit Illustrationen von Tatjana Hüther-Popowa
 Aus dem Vorwort:
"Der Roman " Lorette und Simon - Die Abenteuer der Kinder vom Saarbrücker Ordensgut" erzählt vom mittelalterlichen Leben im Ordensgut der Deutschritter, auf der Burg und in den Städten Saarbrücken und St. Johann.
Im Mittelpunkt stehen die Erlebnisse und Abenteuer zweier Findelkinder, die in eine Kriminalgeschichte verwickelt werden und eine gefährliche Reise entlang der Saar bestehen müssen. Der historische Rahmen und einige Personen sind urkundlich verbürgt, andere Mitwirkende im Roman und die Handlung selbst sind frei erfunden." (Zitat)

 

GWENNAS SCHWEIGEN
2006, Lilo Häfner Verlag, Saarbrücken

spielt zu einer Zeit, da die Kelten das Land an Saar und Blies besiedelten und beherrschten. Diese völlig fremde von mythischem (Aber-)Glauben beeinflusste Kultur und ihre Führungselite aus Adel und Druiden bilden den Hintergrund für ein blutiges Ränkespiel um Macht und Einfluss.  Der unter anderem von seinen Drei-Euro-Kriminalromanen bekannte Autor schlägt hiermit ein fast unbekanntes und kaum mit Erzählungen und Romanen bearbeitetes Kapitel der Geschichte nicht nur unserer Region auf - eine spannende Angelegenheit !

img1.gifAus der Inhaltsangabe des Umschlages:
Für die Männer ist sie die schönste Frau ihrer Zeit. Ihr Lehrer,der Druide Gwrtheyrn, hält sie für eine Auserwählte der Götter. Und ihre Feinde sehen in ihr eine Zauberin, vielleicht sogar eine Unirdische aus dem Reich der Elfen. Gwenna, Fürstin und Priesterin der Mediomatriker, lebt in einer undurchsichtigen Welt voller Intrigen, Verrat und Gewalt. Sie und die Menschen in ihrer Umgebung scheinen gefangen in einem tödlichen Netz und sie ahnen nicht einmal, wer dieses Netz spinnt.
Gwennas Cousin und späterer Geliebter Arzhelus ist gezwungen, seine Heimat zu verlassen und sich als Söldner zu verdingen. Sein Freund, der zwergenhafte Barde Thevyainn, in dem manche einen Wechselbalg vermuten, begleitet ihn. Während ihrer abenteuerlichen Reise durch die keltischen Länder werden sie immer wieder mit mysteriösen Todesfällen und unaufgeklärten Morden konfrontiert und irgendwann fragen sie sich, ob Gwenna nicht doch weiß, wer die Fäden in der Hand hält. Aber die Fürstin schweigt. Lange
… zu lange. (
Zitat)

Das Buch kann auch beim Autor bezogen werden: Kontaktadresse

SUSANNE KRAUS
Homepage der Autorin

DER KNOCHENPOET
2005, Bastei-Lübbe-Verlag, Bergisch Gladbach, 384 Seiten, ISBN 978-3404153169

 

Aus dem Text der Buchrückseite:

" Als Kaiser Friedrich, genannt Barbarossa, im Frühjahr 1158  zum ersten Mal seine prächtige Pfalz im Marktflecken Lautern besucht, wird auf der nur wenige Meilen entfernten Burg Beilstein eine mysteriöse Truhe voller Menschenknochen entdeckt. Und noch ein weiterer Mord hält die Burgbewohner in Atem. Als der Burgherr Merbodo verdächtigt wird, stellt seine Tochter Rotrud auf eigene Faust Ermittlungen an. Doch welche Rolle spielt der zwielichtige Spielmann Trushard, auch >>der Knochenpoet<< genannt - jener Mann, in den Rotrud sich verliebt ?" (Zitat)

 

@

DAS FLAMMENSIEGEL
2006, Bastei-Lübbe-Verlag, Bergisch Gladbach, 379 Seiten, ISBN 978-3404154913

Aus dem Inhalt:
"Crema 1159: In den Lagern von Kaiser Friedrich, genannt Barbarossa, bereitet sich alles für den entscheidenden Angriff auf die italienische Stadt vor. Doch plötzlich häufen sich die rätselhaften Todesfälle, und bald wird die Vermutung zur Gewissheit: Ein Verräter treibt sein Unwesen in den eigenen Reihen. Der Kaiser beauftragt seinen Vertrauten Trushard mit den Ermittlungen. Aber Trushard hat die Rechnung ohne Ehefrau Rotrud gemacht - ihres Zeichens Hofdame der Kaiserin und nicht gewillt, in Tagen höchster Gefahr, Altardecken zu besticken. Als männlicher Bote verkleidet schleicht sie sich ins Lager. Und muss erfahren, dass es um das Leben des Kaisers geht … " (Zitat)

Der zweite Fall von Rotrud von Saulheim, der nun nicht mehr in Kaiserslautern sondern Italien angesiedelt ist.  

@

Susanne Kraus ist an mehreren Krimi Anthologien mit im Mittelalter spielenden Kurzgeschichten beteiligt. In  BLUTROT - SPUREN IM SCHNEE ist ihre Geschichte wieder in der Kaiserpfalz in Kaiserslautern angesiedelt. In LETZTE GRÜSSE VON DER SAAR erzählt sie von kriminellen Ereignissen auf der Burg in Kirkel.

 

EBERHARD KUNKEL

Seit 1987 ist Eberhard Kunkel Mitautor der Comicserie KARL (Der Spätlesereiter), während Michael Apitz den zeichnerischen Part der Erzählungen übernimmt. Die Comics drehen sich um den Rheingau, den Weinbau und um abenteuerliche, bzw. kriminalistische Verstrickungen um die Wende des achtzehnten auf das neunzehnte Jahrhundert mit den durch die französische Revolution ausgelösten kriegerischen Wirren in dieser Zeit als Hintergrund. Seit 1995 gibt es parallel zu den Comics auch die sogenannten Krimi Karl Romane. Mit einigen Illustrationen von M.Apitz sowie interessanten historischen Erklärungen im Anhang (inkl. Quellenangaben) ergänzt, präsentiert hier Eberhard Kunkel auf in der Regel 180 bis 190 Seiten spannende Kriminalfälle vor besagter historischer Kulisse, die von Karl und seinen getreuen aus den Comics bekannten Freunden gelöst werden. In bisher zwei der erschienen Bücher werden auch Geschehnisse an der Mosel bzw. in der Südpfalz in die Handlung eingebunden (und daher auch hier erwähnt):

DER SCHARFRICHTER VON LANDAU
 1997, ak-Verlag  GmbH, Walluf,187 Seiten, ISBN 3-925771-19-0
Dritter Roman der Reihe

 Aus dem Text der ersten Buchinnenseite:
"Karl und -Maria besuchen einen Klavierabend im Brentanohaus zu Winkel im Rheingau. Als das Konzert vorbei ist, bleibt einer der Zuhörer regungslos in seinem Sessel sitzen.
Er ist tot.
Keiner der Anwesenden scheint ihn jemals zuvor gesehen zu haben. Karl spürt, dass dieser Mann keines natürlichen Todes gestorben ist. Ehe er es sich versieht, ist er in seinen dritten Kriminalfall verwickelt..." (Zitat)

 

 

VON TRIER BIS ZUR HÖLLE
Mai 2000; ak-Verlag GmbH; Walluf, 190 Seiten, ISBN 3-925771-30-1
Sechster Roman der Reihe

Aus dem Text der ersten Buchinnenseite:
"in den unruhigen Jahren 1791, 1792 und 1793 werden Karl und sein Freund Pater Anselm, der Pater Kellner des Benediktinerklosters Johannisberg im Rheingau, in einen heimtückischen Mord verwickelt. Zu seiner Aufklärung greifen sie zu einem sehr ungewöhnlichen Mittel, das der Dichtung Dantes zu neuer Aktualität verhilft... Karl muss im Zuge der Ereignisse vom nahen Gensingen aus in die alte römische Kaiserstadt Trier und schliesslich noch mit dem Pater zusammen zur Sommerresidenz des Mainzer Kurfdürsten nach Aschaffenburg reisen." (Zitat)

 weitere Romane aus der Reihe der Krimi Karl Romane:
Der Tote zuwenig (1.Band)
Mord hat viele Kleider (2.Band)
Tote kennen keine Zeit (4.Band)
Würzburger Affäre (5.Band)
Das Grab im Plixholz (7.Band)
Das Geheimnis der Amselmühle (8.Band) 


BARBARA MANSION:
 
Homepage der Autorin

MORD AUF DER SIERSBURG
März 2003, Asaro Verlag, Ottersberg, 161 Seiten, ISBN: 3934625320
Aus dem Text der Buchrückseite:
"Hoch geht es her bei den Vorbereitungen zu einem Hochzeitsfest auf Burg Siersberg. Gaukler, Barden und stolze Ritter hoch zu Ross treffen ein, um dem Hochzeitspaar zu huldigen.
Da machen Handwerker eine grausige Entdeckung: Eine mumifizierte Frauenleiche steckt in einem Zuflussrohr zur Burgzisterne.
Dame Ermentrude und Bruder Jerome, der Burgkaplan wollen das mysteriöse Rätsel der Mumie lösen. Bei ihren Ermittlungen verschwindet die Zofe der Dame spurlos und bei der Hochzeitsfeier geschieht ein Mord.
Werden die beiden das düstere Geheimnis lüften, das Burg Siersberg umgibt und Licht in das Dunkel bringen?
Vor der prallen Kulisse des Hochmittelalters präsentiert Barbara Mansion humorvoll ihren mitreißenden Kriminalroman." (Zitat)

Dies ist der Erstlingsroman von Barbara Mansion, die 1961 in Saarfels geboren wurde und auch heute wieder mit ihrer Familie dort lebt. Eine Leseprobe und Rezensionen finden Sie auf den Seiten des Asaro Verlages. Daneben hat auch das Online Magazin how2find eine Rezension des Buches sowie ein Interview mit der Schriftstellerin (inkl. Bild) veröffentlicht. Im Jahr 2003 widmete auch die SR 3 Saarlandwelle des Saarländischen Rundfunks in ihrer Sendereihe Lesezeichen einen Beitrag von Gerd Heger dem Buch.

 

MÖRDERISCHE WALLFAHRT
 2007,
Conte Verlag Saarbrücken, 202 Seiten, ISBN 978-3-936950-59-5, Preis 9,90 Euro

Aus dem Klappentext:
"Anno 1242. Arnold von Siersberg begibt sich mit seiner Tante Ermentrude von Kirkel und seinem Kaplan Jerome auf die alljährlich vorgeschriebene Wallfahrt zum Schrein des Heiligen Liutwin ins Mettlacher Kloster. Doch den Auftrag, den Arnold in Wahrheit dort auszuführen hat, ist alles andere als gottesfürchtiger Natur. Im Trubel der Feierlichkeiten und des gleichzeitig stattfindenden Jahrmarktes trifft er sich mit dem Abgesandten Arnold von Isenburgs, eines gesuchten Aufrührers, den es nach dem Trierer Erzbischofsstuhl gelüstet. Als jener Abgesandte bei der Zusammenkunft ermordet wird, gerät ausgerechnet Dame Ermentrude unter dringenden Tatverdacht. Resolut macht sie sich mit Bruder Jeromes nur widerwillig geleisteter Hilfe an die Aufklärung des Falles und entdeckt unter der frommen Oberfläche des Klosters schier Unglaubliches." (Zitat)

Meine Meinung:
Man schreibt das Jahr 1242. Die Neubesetzung des Erzbischofsstuhls in Trier scheint abgeschlossen. Aber ein Kandidat erhält seinen Anspruch trotz militärischer Niederlagen aufrecht. Nun suchen die Kontrahenten die Lösung durch Geheimverhandlungen zu erreichen. Die alljährliche Wallfahrt zum Schrein des Heiligen Liutwin in Mettlach und der sich daran anschliessende Markt bietet die Gelegenheit für alle beteiligten Parteien ihre Unterhändler unverdächtigt zusammenzubringen. Doch als ein Abgesandter getötet wird, überschlagen sich die Ereignisse. Nur einige wenige Personen kommen als Mörder in Betracht. Auch Dame Ermentrude von Kirkel, die eigentlich nur herausbekommen wollte, was ihren sonst gar nicht so frommen Neffen - Ritter Arnold von Siersberg - zur Wallfahrt nach Mettlach antreibt, findet sich im Kreis der Verdächtigen wieder. Eine derartige Beschuldigung lässt die resolute Edelfrau -wie Kenner des ersten Romans "Mord auf der Siersburg" bereits wissen-  nicht ruhen. Doch auch sie kann einen weiteren Mord nicht verhindern...
Mit ihrem zweiten Roman um Dame Ermentrude legt Barbara Mansion einen flott geschriebenen Mittelalterkrimi vor. Schrullige Figuren wie der stets um sein Seelenheil besorgte Pater Jérôme, die aufmüpfige französische Zofe (herrlich ihr deutsch-französisches Kauderwelsch) und natürlich die ebenso pfiffige wie selbstbewusste Dame Ermentrude mit ihren "kleinen Schwächen" sind in diesem Romanen in zahlreiche humorvolle und teilweise auch spannende Situationen verwickelt. Auch die mittelalterliche Welt wirkt -vor allem in der Marktbeschreibung- prall und voller Leben. Diesen Pluspunkten stehen kleinere Schwächen gegenüber. So ist dem versierten Krimileser, auf Grund der begrenzten Anzahl an Verdächtigen, schon bald bewusst, wer der Täter sein wird. Neben den zahlreichen interessanten geschichtlichen Details, die im Roman Erwähnung finden, schleichen sich auch Ungenauigkeiten ein; so beispielsweise ein Hinweis auf französische Pralinen, die es definitiv im Jahre 1242 noch nicht zu kaufen gab, was selbst historisch nicht versierten Leser sofort ins Auge springt.
Insgesamt ist dies jedoch ein amüsanter, gut lesbarer Krimi mit einer Lösung des Falles im Stile der bekannten Agatha-Christie-Romane. Auch weitere Romane um die "Miss Marple des Mittelalters" sind geplant. Und dies sind keine schlechten Aussichten für die saarländischen Krimileser. 

 

DAS GEHEIMNIS DER BURGKAPELLE
 
Juli 2010, Conte-Verlag, Saarbrücken, 192 Seiten, Juli 2010 , ISBN 978-3941657090, 12,90 Euro

Aus der Beschreibung des Verlages:

"Bei den Vorbereitungen zur Taufe des kleinen Eberhard geht es auf der Siersburg (bei Saarlouis) hoch her. Doch dann das: Bruder Jérôme muss direkt vor den Burgmauern einen grauenvollen Leichenfund machen.
Dame Ermentrude wittert einen Mordfall. Schnell gerät das Geheimnis um einen wertvollen Schatz der Waldenser, einer von der Amtskirche verfolgte Gruppe von Glaubensabtrünnigen aus Südfrankreich, in den Blickpunkt.
Vor Jahren soll der Schatz in einem Musikinstrument versteckt auf die Burg gelangt sein.
Die spitzfindige und gestrenge Dame Ermentrude und ihr tollpatschiger Gehilfe Jérôme ermitteln als eingespieltes Team.
Schnell geraten sie in ein packendes Katz-und Mausspiel zwischen dunklen Intrigen und bösen Machenschaften." (Zitat)

Meine Meinung:

In dem Roman Das Geheimnis der Burgkapelle führt Barbara Mansion zum dritten Mal ihre Leser in die mittelalterliche Saargegend des dreizehnten Jahrhunderts. Wie in ihrem ersten Roman ist es auch hier wieder die Siersburg, wo sich mysteriöse Ereignisse zutragen. Ein freudiges Ereignis, eine Kindstaufe, lässt Dame Ermentrude, die als Patin ausersehen ist, einmal mehr von Kirkel auf die Burg am Rande des Saartales reisen. Doch Pater Jerome, der Hauskaplan der Burg, findet vor der Burgmauer einen Sterbenden, der ihm mit letzter Kraft noch ein Kästchen in die Hand drückt. War es Mord oder ein Unfall? Und welches Geheimnis verbindet sich mit dem merkwürdigen Inhalt des Kästchens? Dame Ermentrude wird schnell misstrauisch und stösst auf widersprüchliche Details. Aber die Burg ist mitten in den Festvorbereitungen und keiner schenkt dem Vorfall vor der Burgmauer große Beachtung - zumal das Opfer unbekannt war. So bleibt Damen Ermentrude nichts anderes übrig, als sich selbst des Falles anzunehmen. Dass der resoluten Dame hierbei einmal mehr Pater Jerome assistieren muss, versteht sich zum Leidwesen des Priesters von selbst. Schon bald gibt es zahlreiche Spuren und Verdächtige. Doch auch der Täter arbeitet weiter an der Umsetzung seines Planes....

Der Roman bietet im besten Sinne der Worte eine klassische Kriminalgeschichte mit dem Flair der Miss Marple-Romane. Als erfahrener Krimi-Leser glaubt man oftmals schon ganz genau zu wissen, worauf das Ganze hinaus läuft und merkt dann doch wenige Seiten weiter, dass man auf der falschen Spur ist. Aber es sind gerade diese falschen Fährten und manch unerwartete Wendung in der Handlung, die die Neugier und die Spannung des Lesers voranbringen. Dabei hat der Krimi keinerlei Längen und bleibt sehr gut nachvollziehbar. Die mittelalterliche Welt wird zwar anschaulich dargestellt, überdeckt jedoch nicht -wie in manch anderen Romanen - die eigentliche Handlung. Und das ungleiche Ermittlerpaar einer resoluten, trinkfreudigen Adeligen und eines nörgelnden, hasenfüsigen Paters läuft wieder zur Hochform auf. Somit kommt auch der Humor in dieser Geschichte nicht zu kurz. Ein gut durchdachter Krimiplot gewürzt mit einem ungewöhnlichen Ermittlerduo und einer Prise Humor in einer stimmigen mittelalterlichen Welt machen das Buch zu einem sehr kurzweiligen Leseerlebnis. Eine tolle Lektüre zum Entspannen...

 

DOROTHEE MÜLLER

KATHARINAS ERBE
2007, Emons Verlag, Köln, 400 Seiten, ISBN: 978-3-89705-483-7

Zum Inhalt:
"1650 an der Untermosel: Der fünfzehnjährige Josef wird von seiner Familie aus der Eifel nach Lay an der Mosel geschickt, wo er als Knecht auf dem Hof des Johann Weltershof und seiner Nichte Katharina arbeiten soll. Die junge Kaufmannstochter hat in dem grausamen Krieg, der Deutschland dreißig Jahre lang verwüstete, fast ihre ganze Familie verloren. Bei ihrem Onkel aufgewachsen, lebt sie nun in der Nähe von Koblenz und beginnt mit vorsichtiger Hoffnung, an den Frieden zu glauben.
Aber noch wirft der Krieg dunkle Schatten: Eine plündernde Bande entlassener Söldner hat sich im Wald über dem Moseltal verschanzt und bedroht das Dorf. Der Anführer der Söldner ist für Katharina und ihren Onkel kein Unbekannter. Doch was am bedrohlichsten ist: Es scheint einen Verräter und Mörder in Lay zu geben, der auf der Seite der Soldaten steht."
(Zitat)

 

MARIA W. PETER: 

FORTUNAS RACHE
September 2007, Bastei Lübbe GmbH & Co.KG (BLT), Köln, 318 Seiten, ISBN-13: 978-3404922697

Zum Buchinhalt:
"Trier im 3. Jahrhundert.

Die Sklavin Invita, ein Findelkind, gilt als gewitzt und aufsässig und ist dafür bekannt, ihre Nase in Dinge zu stecken, die sie nichts angehen.

Als ein Mitsklave von einem Botengang nicht zurückkehrt, gerät sie in den Verdacht, etwas mit demVerschwinden zu tun zu haben.

Um ihre Unschuld zu beweisen, muss Invita sich der Vergangenheit stellen, die für sie selbst im Dunkeln liegt." (Zitat)
 

 

DIE LEGION DES RABEN
Oktober 2008, Bastei Lübbe GmbH & Co.KG (BLT), Köln, 414 Seiten, ISBN-13: 978-3-404-92305-2

Aus der Beschreibung des Verlages:

"Ein Mord, ein Verdacht, eine Intrige – auf der Spur einer Verschwörung im römischen Trier

Auf dem Heimweg vom Palast des Statthalters wirdein hoher Beamter ermordet.

Der Verdacht fällt auf seinen Sklaven Hyacinthus – und damit droht nach römischen Recht allen Sklaven des Haushalts die Hinrichtung.

Die junge Sklavin Invita stellt eigene Nachforschungen an. Sie stößt auf eine Verschwörung, die nicht nur ihr eigenes Leben, sondern die ganze Stadt Treveris in Gefahr bringt." (Zitat)

 

FORTUNAS RACHE
März 2010, Bastei Lübbe GmbH & Co.KG (BLT), Köln, 396 Seiten, ISBN-13: 978-3-404-16365-6

Aus der Beschreibung des Verlages:

"260 n. Chr.: In Divodurum an der Mosel werden zwei junge Frauen ermordetaufgefunden, beide mit einem Fluchtäfelchen versehen.

Der Verdacht fällt auf den Sohn des jüdischen Arztes Isaac. Ist Hexerei im Spiel? 

Die Sklavin Invita ist entschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen, und entdeckt ganz andere Motive: Hass, Neid, Gier nach Gold – und Dämonen der Vergangenheit, die durch keine magische Zauberformel gebannt werden können." (Zitat)

 

 

 

KATJA  ZENDER-LIPINSKI:

Die Autorin wurde 1920 in Tangerhütte bei Stendal geboren und lebt seit der seit vielen Jahren in Saarbrücken. Nähere Informationen zu Ihrer Person und ihrem Werk finden Sie auf den Seiten des Freien Deutschen Autorenverbandes (Landesverband Saarland)

MORD IM GRENZLAND

2000, Frieling & Partner GmbH, Berlin, 80 Seiten, ISBN: 3-8280-1204-3

 

Aus dem Text der Buchrückseite:

"Zwei Jahre nach dem Krieg, Lilo eine junge Frau ohne Angehörige, ohne Wohnsitz und ohne Papiere, hält sich nach ihrer Flucht aus russischer Gefangenschaft und Zwangsarbeit durch Klein-Schmuggel über die deutsch-französiche Grenze über Wasser. Als sie im Niemandsland zwischen Deutschland und dem französisch besetzten Saarland auf eine Leiche stösst, gerät sie in das Räderwerk der grenzüberschreitenden kriminalpolizeilichen Ermittlungen." (Zitat)

 

Das Buch spielt nach Ende des zweiten Weltkrieges, der Schmuggel zwischen dem französisch besetzten Saarland (Saarbrücken) und Deutschland (Trier) bildet den Hintergrund für die Kriminalgeschichte.